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42. Nieskyer Mehrkampfmeeting

Start zum abschließenden 800m-Lauf der Frauenriege beim 19.Damenzehnkampf bzw. LM der Seniorinnen (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Start zum abschließenden 800m-Lauf der Frauenriege beim 19.Damenzehnkampf bzw. LM der Seniorinnen

Niesky - Sportplatz Gymnasium


Am 07. und 08. Juli 2012 fand auf dem Sportplatz des Gymnasiums, der Mittelschule und dem Rosensportplatz das 42. Mehrkampfmeeting/19. Damenzehnkampf statt. Integriert darin sind seit länger Zeit die Landesmeisterschaften im Zehn- und Siebenkampf der Senioren. Zusätzlich hatten die Werfer die Möglichkeit im Rahmen dieses Wettkampfes einen Werferfünfkampf zu bestreiten.
Ein großes Dankeschön gilt allen Organisatoren, Kampfrichter, Helfern und nicht zuletzt den Aktiven, die aufgrund ihrer Disziplin und Einsatzbereitschaft dieses 42. Mehrkampfmeeting zu einem tollen Wettkampf und Erlebnis haben werden lassen.
Neben vielen persönlichen Bestleistungen und einigen Kreisrekorden etlicher Athleten gelang es Ines Horschig (LG Altenburger Land - 5714 Pkt.) den bisherigen Meetingrekord im Damenzehnkampf der W45 um mehr als 800 Punkte zu verbessern.
Ulrike Hiltscher (HSG Turbine Zittau/LG Neiße) musste entsprechend der Ausschreibung in der W55 starten, obwohl sie in diesem Jahr bereits in der AK W60 startberechtigt ist. Ihr gelang es zwar dieses Jahr nicht ihren im vorigen Jahr aufgestellten Meetingrekord (6495 Pkt.) zu überbieten, allerdings setzte sie mit ihren 6322 erreichten Punkten neue Maßstäbe in der W60.
Bei den Schülern verfehlte Valerie Mitschke (LSV Niesky - 3469 P.) nur mit 52 Punkten den aktuellen Meetingrekord der W10.


Dass es bei diesem traditionellen Mehrkampfmeeting aber nicht nur um absolute Leistung geht, beschreibt der von Udo Göhlich verfasste Artikel, der am Dienstag (17.07.12) in der SZ auf Seite 10 erschien:

"Die Leichtathletik gilt noch immer als die Krone Olympias und die Zehnkämpfer sind die Könige der Leichtathleten. In Niesky bietet sich alljährlich einmal die Möglichkeit, beim 'Jedermann-Zehnkampf' die Strapazen, aber auch die Glücksmomente dieser sportlichen Königsdisziplin zu erfahren. Diese Tradition wurde 1970 von Gerd Scholz ins Leben gerufen, und in all den Jahren dürften mehr als eintausend Sportler und Sportlerinnen aus der Region um Niesky diese Faszination Zehnkampf erlebt haben, darunter natürlich viele aktive Leichtathleten, aber auch Fuß-, Hand- und Volleyballer, Triathleten, Tischtennisspieler und Freizeitsportler. Fast 100 Männer und Frauen, Jungen und Mädchen stellten sich in diesem Jahr wieder dieser besonderen Herausforderung und mindestens ebenso viele Freunde, Verwandte sowie Kampfrichter unterstützten die Athleten bei ihrem Vorhaben. Und es ist ganz im Sinne des Erfinders Gerd Scholz, der die Organisation nun an Doreen Nitsche und ihr großes Team übergeben hat, wenn ehemalige Aktive zu diesem Wettkampf in ihre Heimat zurückkehren oder Kinder es nun ihren Vätern und Müttern gleich tun und den Ehrgeiz haben, besser als diese zu sein.
An diesem Wochenende nahmen die ehemaligen Nieskyer Dirk Pfändner aus Berlin, Stefan Hänsch aus Dresden und der Vizemeister bei den Polizeiweltmeisterschaften, Steffen Röher, wieder am Zehnkampf teil. Friedrich und Jakob Haaser, Liesa Klimpfinger, Harald und Anne Kriebisch versuchten besser als Mutti zu sein, Florian Knappe kämpfte gegen den Rekord seines Vaters und Sandro Simmank verlor den direkten Vergleich gegen seine Tochter Jill deutlich nach Punkten. So wurde dieses Meeting wie jedes Jahr zu einem großen Familienfest und Wiedersehen von Sportfreunden.
Der erste Tag des Zehnkampfes mit den Disziplinen Sprint, Weitsprung, Kugelstoß, Hochsprung und 400-m-Lauf ist mit schulsportlichen Erfahrungen noch relativ einfach zu bewältigen. Aber am zweiten Tag, wenn schon die Muskeln etwas schmerzen, warten dann die sogenannten technischen Disziplinen und der abschließende 'Hammer', der 800-bzw. 1500-Meter-Lauf auf die Athleten. So wird der Hürdenlauf für manchen Nichtaktiven zum Hindernisspringen, der Diskuswurf zum Experiment und beim Stabhochsprung ist es das oberste Ziel, höher als ohne Stab zu springen. Das Ball- oder Speerwerfen wiederum beherrschen die meisten Starter sicher, bevor dann der abschließende Mittelstreckenlauf zur Charakterfrage wird. Kampfgeist ist gefragt, aber das Überlaufen der Ziellinie löst ungeahnte Glücksmomente aus.
Von den 94 erreichten 88 dieses Ziel, der älteste 66, die Jüngste acht Jahre alt. Sieger bei den Männern mit der höchsten Punktzahl wurde Wolfgang Scholze (Jg. 1946) aus Großenhain mit 5628 Punkten (Anm.: korrigierte Punktzahl).Bei den Frauen erkämpfte Ulrike Hiltscher (Jg. 1952) aus Zittau mit 6322 Punkten das herausragende Ergebnis.
Im Rahmen dieses Traditionswettkampfes fanden auch die Landesmeisterschaften Sachsens der Senior/Innen in den Altersklassen über 30 Jahre im Siebenkampf der Frauen und Zehnkampf der Männer statt. Von der LG Neiße konnten Ulrike Hiltscher und Geburtstagskind Daniela Kliche den Sachsenmeistertitel im Siebenkampf gewinnen und Steffen Röher wurde zum wiederholten Male Sachsenmeister im Zehnkampf."



Alle Ergebnisse und die verschiedensten Protokolle sind im Anhang einzusehen. Zusätzlich können in weiteren PDF-Dateien alle Sieger bis 2011 nachgelesen werden. In nächster Zeit folgt eine Aktualisierung mit allen diesjährigen Siegern und der Umrechnung entsprechend heutiger Punktewerte. Diese Statistik kann nur veröffentlicht werden, da Gerd Scholz über Jahre hinweg mit viel Mühe und Elan diese Daten erfasst hat. Seit vorigem Jahr obliegt mir diese Aufgabe.

Die Bilder, die den Bericht aussagestark belegen, wurden uns freundlicherweise von Gerd Scholz, Karlheinz Vetter und Sven Kalok zur Verfügung gestellt.

Doreen Nitsche

 

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42. MKM (SA, 07. Juli 2012)

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